Zwei Wochen mit dem Zelt im Busch und zwei Wochen auf alten und neuen Pfaden

oder: Von falschen Orten und richtigen Zeitpunkten im südlichen Afrika

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Pretoria

Ein erfrischender morgentlicher Sprung in den Pool eröffnete den nächsten Morgen. Auch beim Frühstück waren wir wieder unter uns. Ausgeruht und gestärkt begaben wir uns auf Entdeckungstour.

Pretoria ist auf der Liste der Sehenswürdigkeiten des südlichen Afrikas sicher eher im Mittelfeld zu finden, aber dennoch gibt es einige Punkte in der Stadt, die wir uns anschauen wollten. Die deutsche Botschaft war nicht sehr sehenswert, aber sie lag auf dem Weg. Auf dem Weg lagen auch viele andere imposante Anwesen, teils ebenfalls Botschaften, teils Häuser der Botschafter oder nur stinknormaler Stinkreicher. Am Ende des Wegs lag das Parlament. Immerhin ist Pretoria die Hauptstadt und hat somit repräsentative Funktion und somit ein recht nettes Gebäude wo Politik gemacht wird. Rings um das Gebäude wurden Fotos gemacht – von uns als Fotografen, von dem Parlament und von der Stadt als Motive.


Ein Spaziergang durch die Fußgängerzone der Innenstadt folgte dann. Bis auf die Statue von Paul Krüger boten sich uns aber keine weiteren erwähnenswerten Sehenswürdigkeiten. Die Liste wurde erst wieder mit dem Vortrekker Monument erweitert, welches als nächstes auf dem Programm stand. Dort aßen wir auch eine Kleinigkeit und überlegten uns welche Optionen uns für den Nachmittag noch blieben. Auf unseren zahlreichen Reisen nach Südafrika hatten wir es noch nie geschafft, nach Johannesburg zu fahren. Das wollten wir nachholen. Also stiegen wir in unser Auto und fuhren in die mit vielen Vorurteilen belegte Stadt. Die Stadt des Goldes und der Gewalt, die afrikanische Stadt, die Stadt der vielen Gesichter. Ein Gesicht der Stadt zeigte sich uns alsbald: die Stadt der Verkehrsstaus. Wir quälten uns bis Sandton, tranken dort in einem Einkaufszentrum Kaffee und entschieden uns das Erlebnis Rush Hour zu Gunsten unserer tollen Lodge abzubrechen.

Der Pool bot da schon mehr als die verstopften Highways. Wir spielten noch eine Runde Pétanque (die französische Version des Boule) vor dem Abendessen. Letzteres nahmen wir aber nicht wieder als einzige Gäste im Restaurant ein, sondern ließen es uns auf unserer eigenen Terrasse servieren. Danach beendeten wir den Abend mit einer Flasche Wein unter dem herrlichen Sternenhimmel in unserem eigen Aussenwhirlpool. Ja, das war Urlaub.