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Zwei Wochen mit dem Zelt im Busch und zwei Wochen auf alten und neuen Pfadenoder: Von falschen Orten und richtigen Zeitpunkten im südlichen Afrika |
Khama Rhino SanctuaryBis zur Grenze nach Botswana benötigten wir am nächsten Tag den halben Vormittag. Die Grenzformalitäten waren schnell und problemlos abgehakt. Eine Mittagspause in Palapye unterbrach die Fahrt danach. In dem Gourmet-Temple Nando's war für uns ein Tisch reserviert und wir bekamen pikant gebratene Hähnchen an frittierten Kartoffeln. Unser Guide kümmerte sich derweil um Diesel fürs Auto und um andere für ihn wichtigere Dinge. Als wir wieder ins Auto stiegen waren wir plötzlich um einen Passagier reicher. Eine Frau, die uns von unserem Guide als Hilfsarbeiterin vorgestellt wurde begleitete uns nun. Und wir wurden noch mehr. Mitten auf der Strecke kurz vor Serowe hielten wir und Basane steig ein, unser Koch. Drei Mann Personal bei vier Gästen nicht schlecht, dachten wir. Unsere Tour hatte als Untertitel : 4 Sterne mobile Safari ohne Mithilfe der Gäste. Beim ersten Campaufbau taten somit erstmal auch gar nichts, außer ein paar Bier zu trinken. Unsere drei professionellen Begleiter hatten auch ohne uns die Zelte und deren Inhalt schnell aufgebaut. Die erste Pirschfahrt folgte endlich und wir waren schon gespannt, was uns so erwartete. Der Park hat seinen Namen, weil dort die einzigen noch in Botswana lebenden Nashörner zu finden sind. Und wir fanden sie. Gleich am ersten Wasserloch suhlte sich eine Familie der Dickhäuter. |
Manchmal sind es aber die Kleinen, die den Großen die Show stehlen. In unserem Fall waren es Pillendreher. Erst entdeckten wir einen auf dem Weg, den wir uns von nahen anschauten. Dann stießen wir auf eine Menge Mist mit hunderten dieser Käfer, die alsbald eine ruhige Kugel schoben. Diverse Antilopen, Zebras und imposante Vogelschwärme rundeten unsere Fahrt ab. Nach unserer Rückkehr im Camp war schon das Abendessen bereitet und um 21 Uhr schliefen wir bereits. Um halb sechs Uhr morgens begann unser nächster Safaritag. Nach einem leichten Frühstück mit Toasts über dem Lagerfeuer folgte die Morgenpirsch. Etliche Nashörner, Gnus, Giraffen, der erste Geier und wiederum etliche Pillendreher begegneten uns. Dabei konnten wir feststellen, dass die Pillendreher nicht landen können. Sie kamen angeflogen und wenn sie in der Nähe von einem Misthaufen waren, hörten sie einfach auf zu fliegen und fielen auf den Boden. Erst dachten wir noch an Einzelfälle im doppelten Wortsinn, aber es schien die Standardprozedur zum Verlassen des Luftraums der Käfer zu sein. Im Camp erwartete uns bei Rückkehr ein leichtes Essen und eine erfrischende Dusche. Danach war Siesta und wir dösten vor uns hin in der Hitze des Tages. Nach dem Nachmittagstee stand die Abendpirsch an. Auch wenn wir wieder die gleichen und sicher auch oft dieselben Tiere sahen, war die Fahrt toll. Allein die Atmosphäre, die Düfte, die Luft, die latente Spannung, was einem erwartet genügen für einem zufriedenen Tagesabschluss. Die Pellkartoffeln, das Rindfleisch und der Rotwein danach im Camp trugen aber auch nicht unwesentlich dazu bei. |