Acht Wochen Zeit für Eltern und Kind

oder: Falsche Vorurteile ignoriert in Südafrika

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Kommetije

Die ersten Tage waren wir zu dritt in der Lodge. Wir nutzen die Zeit zum akklimatisieren, Routinen erarbeiten, Einkaufen. Keine Sehenswürdigkeiten, keine Hektik nur Strand und Mall. Til genoss die Lodge. Er konnte herumkrabbeln, im Sand buddeln und hatte einen kleinen Freund: Billy. Billy hatten wir quasi als Lodge-Hund übernommen von der Vorbewohnerin. Er gehörte zu irgendeinem Nachbarn, hing aber oft in unserer Lodge 'rum.

Auch testeten wir in den ersten Tagen unseren Wanderrucksack, in dem Til getragen werden kann bei ausgiebigen Strandspaziergängen. Meist schlief unser kleiner Mann nach der Hälfte der Zeit ein und ließ sich problemlos weiter herumtragen.

Als letztes notwendiges Reiseutensil kauften wir noch ein Kinderreisebett. Zwar hatten wir in der Lodge ein Kinderbett und erwarteten dies auch in den meisten noch kommenden Unterkünften, aber so hatten wir noch eine weitere Alternative, falls uns die Betten oder deren Standorte nicht gefallen sollten. Zunächst konnte Til so nun auch seinen Mittagsschlaf draußen auf der Terrasse halten.

Zu Viert

Die ersten Tage zu dritt verflogen nur so und schon war es Wochenende und Paul sollte ankommen. Auf dem Weg zum Flughafen besuchten wir noch unsere Vermieter, die in Bishopscourt wohnten und verquatschten uns, so dass wir gerade noch pünktlich am Flughafen ankamen, um Paul in Empfang zu nehmen. Und wieder regnete es. Das schien das Kapstädter Empfangswetter zu sein. Am Nachmittag an der Lodge war's aber schon wieder schön und unseren ersten Braai konnten wir bei traumhaften Sonnenuntergang in den Dünen genießen.

Das Cape Argus Radrennen fand am Sonntag statt. So waren alle wichtigen Straßen gesperrt und wir blieben in unserem Dorf. Natürlich gingen wir auch mal an die Strecke, immerhin wollte unser' Vermieter mitfahren. Allerdings war er wohl weit hinter seinem Zeitplan, so dass wir ihn nicht sahen.

Da wir alle schon Wiederholungstäter waren und Südafrika recht gut kannten, gestalteten sich die zwei Wochen zu viert sehr relaxt. Wir fuhren meinst ein- bis zweimal am Tag zu einem in unseren Augen sehenswerten Ziel. Auf der Fahrt nahm Til meist ein Schläfchen und so war er fit, wenn wir ankamen und hatte somit viel Entdeckungsdrang. Unsere Ziele waren das Weingebiet um Stellenbosch, Kapstadt mit Tafelberg, die Kaphalbinsel und die Constantia Weingüter.