Acht Wochen Zeit für Eltern und Kind

oder: Falsche Vorurteile ignoriert in Südafrika

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Heimreise

Zurück mussten wir leider mit einem Zwischenstopp in Johannesburg fliegen. Dort sollten wir drei Stunden Aufenthalt haben. Allerdings verspätete sich unser Zubringerflug von Kapstadt so lange, dass wir umgebucht wurden. So flogen wir aber in einem modernen Airbus 340-600, der normalerweise nur Langstrecken bedient und hatten noch genügend Zeit zum Umsteigen. Der Flug nach Frankfurt war dann in einem Jumbo und verlief ähnlich wie der Hinflug. Til schlief pünktlich vor dem Essen in seinem Bettchen ein, wachte aber bereits nach wenigen Stunden wieder auf und schlief dann weiter in unseren Armen.

Während des Fluges spielten wir im Kopf schon die Vorgehensweise nach der Landung durch. Dabei fiel uns ein, dass unser Gepäck inklusive Kinderwagen gerade so mit viel optimierten Verstauen in unser Auto gepasst hatte. Jetzt hatten wir aber zusätzlich ein Reisebett dabei, welches unmöglich noch ins Auto passen würde. Das Thema erledigte sich allerdings von selbst, da unser Kinderwagen nicht in Frankfurt ankam und wir so alles Gepäck problemlos ins Auto bekamen. Unser Kinderwagen kam am Wochenende darauf mit dem Gepäckservice der Lufthansa.

Epilog

Es war ein Abenteuer für uns. Wir waren uns nicht sicher, ob wir das Richtige tun und hatten neben der Vorfreude auch Zweifel. Aber wir sind uns heute einig, wir haben das Richtige getan. Ein Langstreckenflug für ein Kleinkind ist kein Problem. Im Gegenteil - viele neue Eindrücke und spannende Dinge erwarten die Kleinen.

Südafrika ist ein sehr kinderfreundliches Land. Überall wurde uns freundlich begegnet wenn wir mit unserem kleinen blonden Lockenkopf auftauchten. Es gibt Spielplätze, sämtliche Babyartikel, gute medizinische Versorgung, leckeres Kinderessen und fast immer schönes Wetter.

Es gab auch Tage, an denen wir nicht so gut 'drauf waren. Besonders als der kleine Mann krank war. Aber da sagten wir uns: Wäre er zu Hause krank geworden, ging es uns genauso schlecht nur dass dort auch noch Winter war. Mit Sonne und Wärme ließ sich vieles wieder gut machen.

Viele denken, was hat so ein kleines Kind davon? Es wird sich nicht an die Elefanten oder das Meer erinnern können. Genau können wir es auch nicht schreiben, da man den Unterschied mit und ohne die Reise nicht feststellen kann, aber wir haben einen weltoffenen, neugierigen, fast immer gut gelaunten und neuen Menschen gegenüber freundlichen kleinen Mann mit nach Hause gebracht. Ob er so auch ohne die zwei Monate mit Mama und Papa geworden wäre, wissen wir nicht.

Niemand fragt: Was haben die Eltern davon? Vielleicht ist dies die bessere Frage.