Zweieinhalb Wochen in der Vergangenheit

oder: falsche Wege zu richtigen Orten in Kuba

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Havanna

Das Hotel Florida lag mitten in der Altstadt und an einer Fußgängerzone. Dorthin konnte unser Transferbus nicht fahren und setzte uns unweit des Malecon ab, wo ein Kofferträger uns schon erwartete. Gemeinsam mit anderen Urlaubern trotteten wir so einem Kofferwagen hinterher und nach und nach verschwanden alle in ihren Hotels. Unseres war das letzte in der Reihenfolge.

Unser Zimmer war sehr ernüchternd. Es hatte drei Betten. Leider hatte es einen Ausblick auf einen Innenhof wo die allabendliche Disco stattfand. Was soll's – wir waren müde und gingen in die sehr schöne Lobby, tranken unseren ersten Mojito und fielen danach ins Bett.

Dank des Jetlags waren wir bereits um 6 Uhr wach und spielten erst mal eine Runde Uno im Bett zu dritt. Unserem Sohn hatten wir schon vor der Reise gesagt, dass es in Kuba nicht alles das zu essen geben wird, was er von zu Hause gewöhnt ist. Insbesondere auf seine heiß geliebten Eierkuchen wird er sicher verzichten müssen. Auf dem Frühstücksbuffet des Hotels lagen jede Menge Eierkuchen. Er aß vier Stück.


Mit einem Oldtimer durch Havanna fahren war eine der wenigen Aktivitäten, die wir geplant hatten. Dies war problemlos möglich und schon saßen wir in einem weiß-rosa Ford Cabrio aus den Fünfzigern und ließen uns Havanna zeigen. In etwa einer Stunde sahen wir die Highlights der kubanischen Hauptstadt und wurden an einem Restaurant abgesetzt, welches sich nur ein paar Blocks von unserem Hotel entfernt befand.

Wir aßen Pizza und tranken Bier. Dann gingen wir zu Fuß zurück zum Hotel durch Seitenstraßen und sahen die Morbidität Havannas. In Ruinen wohnten viele Familien. Für uns war es beeindruckend solche Verhältnisse zu sehen und zu erfahren.

Im Hotel zurück machten wir eine ausgedehnte Siesta bis zum späten Nachmittag. Am Abend gingen wir nochmals durch die Altstadt und entschieden uns für ein Restaurant, welches nicht durch kulinarische Highlights glänzte. Die Hälfte dessen, was auf der Karte stand gab's nicht, das was wir uns ausgesucht hatten, war so, dass man satt wurde, aber nicht sehr geschmackvoll und schon gar nicht gut anzusehen. An der Präsentation der Speisen müssen die Kubaner offensichtlich noch arbeiten. Für unseren Junior war diesmal nichts dabei, was er essen wollte.

In der Hotelbar gab es aber noch ein paar Bier und wesentlich leckere Sandwiches.