Zweieinhalb Wochen an zwei Ozeanen

oder: von der falschen Bucht bis zu den richtig alten Malereien

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Stellenbosch

Unser Abreisetag stand an. Die Tage in Südafrika waren wie immer im Fluge vergangen und wir standen wieder vor der Entscheidung, welche Dinge in welche Reisetaschen sollten und passen und was sie wiegen. Nachdem alles verstaut war, hieß es Abschied nehmen. Da der Flug erst am Abend ging, hatten wir noch ein wenig Programm für den Tag geplant.

Die erste Station war ein Weintasting im Morgenster. Dort klappte einiges nicht. Wir wurden empfangen, platziert und – vergessen. Nach Nachfragen erinnerte man sich wieder an uns, brachte uns die Weine und ging wieder. Wir probierten selbige und brachen auf. Als wir das Tasting bezahlen wollten, meinte die Managerin, dass sie sah, welch schlechter Service uns widerfuhr und wir nichts zu zahlen hätten. Damit waren wir wieder versöhnt. Auch weil die Weine ganz gut waren.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann in Vergelegen. Wir hatten geradeso noch einen Tisch reservieren können, da es Sonntag war und entsprechend gut besucht. Jede Menge Familien mit Kindern waren dort und belagerten Restaurant und Spielplatz. Wir taten es ihnen gleich. Das Essen war hervorragend und unser Sohn hatte viel Spaß und brauchte am Ende wieder einen neuen Satz Klamotten, da er durch die vielen Wasserspiele ziemlich durchnässt war.

Dann hieß es Abschied nehmen, von Vergelegen, von Somerset West und leider auch von Südafrika. Der Flug startete pünktlich, wir hatten gute Sitze mit viel Platz – Premium Economy – und landeten ebenso pünktlich in Deutschland.

Epilog

Das letzte Kindergartenjahr gab uns noch mal die Möglichkeit außerhalb der Ferienzeiten zu verreisen. Auch wenn das Frühlingswetter im November sehr abwechslungsreich war, brachte uns der Urlaub Erholung und Abenteuer. Von der aufregenden Whale-Watching-Tour bis zur Entspannungswoche in der Weinregion, von nasskühlen 20 Grad bis knapp 40 Grad um 10 Uhr morgens reichte unser Erlebnisspektrum.

Unser kleiner Mann war begeistert von der maritimen Tierwelt und interessiert an den Felsmalereien. Auch wenn es in den nächsten Jahren schwerer sein wird einen solchen Urlaub zu gestalten, werden wir sicher nicht das letzte Mal in Südafrika als Familie gewesen sein. Dafür ist es einfach zu reizvoll und die Sehnsucht nach Neuem und Vertrautem jetzt schon viel zu groß.