Zweieinhalb Wochen an zwei Ozeanen

oder: von der falschen Bucht bis zu den richtig alten Malereien

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Hout Bay

Der neue Tag startete mit Regen. So nahmen wir unser Frühstück in der geräumigen Küche ein. Als wir dann soweit waren unseren Ausflug zu starten, war auch die Sonne wieder am Start.

Wir fuhren entlang der Tokai Weinroute nach Noordhoek, dann den Chapmans Peak Drive. Bei Sonnenschein und Wind hielten wir nach Walen Ausschau, leider ohne Erfolg.

Zum Mittag trafen wir in der Waterfront in Kapstadt ein. Im Ferrymans stärkten wir uns und unser Junior ließ seine wenigen soeben aufgenommenen Kalorien gleich wieder auf dem Spielplatz beim rumtoben.

Nach einem kurzen Einkaufsbummel in der Mall fuhren wir um den Tafelberg herum zum Kirstenbosch Botanischen Garten. Hier hielten wir uns lange auf. Das Highlight waren zum einen der neue Canopy Walk zum anderen die vielen blühenden Proteen. Beim Canopy Walk handelte es sich um einen Baumwipfelpfad, der tolle Ausblicke von oben auf die Bäume und den Garten gab.

Ein Strandspielplatz mit Restaurant – so könnte man Dunes beschreiben. Wir kannten es schon vom letzten Südafrikaurlaub und fuhren gerne wieder hin. Unser Sohn spielte mit vielen deutschen Kindern. Offensichtlich fahren doch viele Familien in den Herbstferien ans Kap. Nachdem wir ihn einigermaßen vom Sand befreit hatten, aßen wir zu Abend und als wir ihn ausreichend von Essensresten befreit hatten tollte er wieder auf den Klettergerüsten im Sand herum.

Den Abend ließen wir in unserer Küche ausklingen, da das Wetter recht ungemütlich war für die Terrasse.

Ein Koikarpfenteich befand sich direkt vor unserem Zimmer. Der Gastgeber hatte uns Fischfutter hingestellt, mit dem wir die schuppigen Bewohner des Teiches verköstigen konnten. Unser kleiner Mann hatte einen Heidenspaß dabei, da die Karpfen wirklich hungrig schienen und sich auf die Pellets stürzten. Für die Fische war es der Morgen des Überangebots für uns war es der Morgen der Abreise.

Hermanus

Nachdem wir Kapstadt verließen bogen wir in Somerset West in Richtung Gordons Bay ab, um auf dem Clarence Drive weiter zu fahren. Einen Aussichtsstopp bei herrlichem Sonnenschein aber einer steifen Brise legten wir ein und schauten die See erfolglos nach Meeressäugern ab.

In Bettys Bay übersahen wir zweimal die Pinguin-Hinweisschilder, fanden dann aber doch noch zu ihrer Kolonie. Für den stolzen Preis von knapp einem Euro durften wir auf Holzwegen zwischen den vielen kleinen und kleinsten Frackträgern herumspazieren und schöne Fotos machen. Viele Küken waren zu sehen und auch andere Wasservögel.

Zum Mittag trafen wir in Hermanus ein. In einem Steakhaus gab es für uns Steaks und Hamburger. Danach gab’s endlich Wale. Zwei, drei Wale waren in der Bucht zu beobachten. Nach der Walschau gab es Eis.

Das B&B Mosselberg on Grotto Beach lag wie es der Name vermuten ließ an einem Strand der Grotto Beach genannt wird. Sie besaß fünf Sterne und in etwa genauso viele Zimmer. Im überwindigen Innenhof gab es einen schönen Pool, der leider trotzdem ein wenig zu kalt war. Unser Zimmer war in der ersten Etage und von dort aus hatten wir einen tollen Blick auf das Meer inklusive Wale.

Auch wenn wir das Meer so gut sehen konnten, mussten wir doch um hinzugelangen noch durch einen kleinen Dschungel gehen. Am Wasser war es sehr, sehr windig. Das freute die Kite-Surfer, die, so schien es, zwischen den Meeressäugern hin- und hersausten. Unser kleiner Mann hatte riesigen Spaß mit einer ebenso riesigen Kelb-Stange, die er fand und damit seiner Mütze hinterherzujagen, wenn der Wind sie ihm wieder mal vom Kopf geweht hatte. Später in der Badewanne versuchten wir den meisten Sand wieder vom Kind zu trennen.

Die Unterkunft bot auch Abendessen an. Es wurde im großen Frühstücks- und Aufenthaltsraum serviert und in der offenen Küche zubereitet. Unser Sohn aß noch mit uns gemeinsam die Vorspeise, dann legte er sich auf eines der Sofas am Kamin und schlief ein. Ein Tag am Meer ist eben anstrengend.