Zwei Wochen Urlaub und zwei Flitterwochen

oder: Falscher Vorwand für eine Party in Kapstadt

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Helderbos

Bevor wir zu unserer letzten Unterkunft aufbrachen, die nur etwa 30 Minuten entfernt lag, wollten wir noch einen Tagesausflug an die Atlantikküste machen. Dazu fuhren wir zum Westcoast National Park. Uns erwarteten diverse Vögel im Park. Dazu zählten nicht nur die zahlreichen Wasservögel, wie Möwen und Austernfischer. Auch eine Familie Strauße lief uns über den Weg. Die kleinsten und frechsten gefiederten Gesellen fanden wir allerdings im örtlichen Restaurant vor, welches wir zum Mittag aufsuchten. Der Park war sicher nicht spektakulär, aber die Küste mit ihrer Brandung und die Landschaft waren äußerst sehenswert.

Via Langebaan fuhren wir in Richtung Kapstadt. Schon viele Kilometer vor der Mother City sahen wir den Tafelberg und das eindrucksvollste Panorama hatten wir schließlich am Strand von Bloubergstrand.

In der schönsten Rushhour stauten wir uns durch die Vororte Kapstadts nach Somerset West zu Nonnie und Peet. Dort erwarteten uns Evelyn und Wolfgang, die ihre Tour durch die Garden Route beendet und hier ihre letzte Unterkunft hatten. So gab es zunächst viel zu erzählen.

Peet testete gerade den Pool, da sprang ich gleich noch mit rein um mich vom Tag zu erfrischen. Das Abendessen, welches das letzte für Evelyn und Wolfgang in diesem Urlaub war hatten wir im Steffanies Place, welches besonders bei Deutschen beliebt zu sein schien. Für Sandra und mich war es bereits der zweite Besuch in diesem Urlaub dort – es lohnt sich immer wieder.

Am letzten gemeinsamen Tag hatten wir noch ein Kurzprogramm für uns vier geplant, welches nach dem Frühstück mit einem Besuch von Stellenbosch mit seinen zahlreichen Souvenirläden begann.


Nachdem ausreichend für die Daheimgebliebenen und den eigenen Haushalt eingekauft wurde, ging es zu einem der schönsten Weingüter Südafrikas, Vergelegen. Das Highlight nach dem Rundgang und der Weinprobe war das Picknick, welches wir bereits vorab gebucht hatten. Mitten im Wald wurde uns ein Tisch zugewiesen, an dem wir speisten. Ein einmaliges Ambiente welches auch den Vorteil bot, dass es eigentlich nicht viel ausmacht, wenn man mal den Sektkühler mit dem gesamten Eis darin umhaut.

Dann hieß es Abschied nehmen. Evelyn und Wolfgang fuhren zum Flughafen und so waren wir wieder allein in Südafrika. Aber nur noch einen Tag.

Am Abend fuhren wir nach Kapstadt zur V&A Waterfront, bummelten durch die Läden und aßen zu Abend mit Blick auf den Tafelberg beim spätesten Sonnenuntergang Afrikas.

Den letzten Urlaubstag begannen wir in der Somerset Shopping Mall. Unser Auto wurde gereinigt von vier Wochen Urlaub und wir hatten Zeit durch die Geschäfte zu bummeln. Zum Mittag wollten wir gerne auf einem Weingut essen. Das erste welches wir ansteuern war Kleine Zalze in Stellenbosch. Es war sehr schön, aber leider ausgebucht. Auch sehr schön war Waterford, aber dort gab es nichts zu essen. In Blaauwklippen stimmte dann beides. Es war schön und es gab auch etwas zu essen für uns.

Dann hieß es auch für uns Abschied nehmen. Nachdem wir alle unsere Sachen in Helderbos zusammen hatten – Nonnie findet immer noch etwas, das wir mitnehmen sollen – fuhren wir zum Flughafen und vertrauten uns der Lufthansa an, die uns wieder ins winterliche Deutschland brachte.