Zwei Wochen Inkas und eine Woche Löwen und Godzilla

oder: Falscher Start und viel Abwechslung in Südamerika

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Galapagos

Die Oma von der Großfamilie war insgesamt etwas besseres gewöhnt und erzählte uns das ausgiebig. Die Kinder waren sehr aufgeweckt. Nach der Mittagspause sehnten wir uns nach den anderen Mitreisenden zurück, aber wir hatten ja nur noch wenige Stunden an Bord.

Am Nachmittag setzten wir zu einem sehr schönen Badestrand ím Norden von Santa Cruz über. Das Schnorcheln war auf Grund der Wellen und des aufgewirbelten Sandes nicht so prickelnd, aber auf einem Strandspaziergang konnte ich noch einige Tiere beobachten. Besonders interessant war das Fischen der Pelikane, die bei erfolgreicher Beutejagd sofort einen kleinen Noddie (Seeschwalbe) auf dem Kopf zu sitzen hatten, welcher versuchte, dem Pelikan den Fisch aus dem Schnabel zu stehlen.

Zurück an Bord gab es noch einen kleinen Snack und dann verabschiedeten wir uns auch schon von der Crew und den Mitreisenden. Sandra und ich stiegen in das Beiboot und wurden ans Ufer gefahren, von wo aus uns ein Truck zu unserem Hotel brachte. Das Abendessen und die Cocktails hatten wir wieder im Hernans.

Der lange Weg zurück

Der letzte Tag brach an und der sollte es in sich haben. Allerdings ahnten wir am Morgen noch nicht, wie sich nach einem solch stressfreien Erwachen, Frühstück und Sachen packen der Tag so entwickeln würde. Zunächst verlief alles nach Plan. Wir fuhren zum Flughafen, gingen noch ein wenig shoppen und flogen pünktlich und gut mit der ecuadorianschen Fluggesellschaft Tame nach Guayaquil. Dort hatten wir etwa drei Stunden Zeit, bis zum Einchecken des Iberia-Fluges nach Madrid. Während des Eincheckvorgangs tauchte auch Bruno wieder auf, der einen Tag früher in Guayaquil gelandet war und mit uns gemeinsam zurück flog. Am Schalter dann der erste Schock. Unser Flug hatte etwa zwei Stunden Verspätung und wir würden den Anschluss in Madrid nach Frankfurt nicht mehr schaffen. Wir wurden umgebucht für einen späteren Flug. Das hieß, dass wir nicht um 18:30 Uhr in Frankfurt ankämen, sondern frühestens gegen 22:30 Uhr. Dann mussten Bruno und ich ja noch nach Köln mit dem ICE, Sandra nach Berlin.

Beim Boarding wurden wir allerdings positiv überrascht. Wir bekamen ein Upgrade in die Businessclass, da das Flugzeug komplett ausgebucht war. Da es sich um einen neuen Airbus 340-600 handelte mit neuen Sitzen konnten wir uns komplett flach legen - im wörtlichen Sinne - und schlafen. Der Pilot hatte sich etwas beeilt und so landeten wir in Madrid mit nur knapp 40 Minuten Verspätung. Hoffnung keimte auf, den frühen Anschlussflug zu schaffen. Immerhin hatten wir noch fast zwei Stunden Zeit. Allerdings hatten wir nicht mit der Innovation der Spanier gerechnet, wenn es um Verzögerungen geht. Zuerst parkte der Pilot falsch ein, so dass ein Rangierfahrzeug unser Flugzeug umsetzen musste. Das waren so zwanzig Minuten. Dann benötigten wir zum dem Abflugterminal mit Passkontrolle, unterirdischer Zugfahrt und langen, langen Wegen noch mal knapp 30 Minuten bis wir vor dem Boarding Gate standen. Das Boarding hatte noch nicht begonnen, aber es hätte auch keinen Zweck mehr für uns gehabt, da eine Iberia-Angestellte uns mitteilte, dass sie uns nicht umbuchen könne, da unser Gepäck nicht mehr in das Flugzeug käme. So saßen wir in der Abflughalle, sahen unseren Flug nach Frankfurt starten und hatten nun viel Zeit bis zum Abendflug.