Zwei Wochen Inkas und eine Woche Löwen und Godzilla

oder: Falscher Start und viel Abwechslung in Südamerika

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Der lange Weg zurück

Das Flugzeug nach Frankfurt kam pünktlich an und wir waren entsprechend der Umstände guter Dinge. Dann fuhr ein Krankenwagen vor und ein bettlägriger Patient wurde eingeladen. Um es kurz zu machen, wir starteten eineinhalb Stunden verspätet, hatten in Frankfurt 40 Minuten um zum letzten Zug nach Köln zu kommen, hätten aber 41 Minuten gebraucht. Kein Verlass auf die Deutsche Bahn. Wenn man mal eine Verspätung braucht und sei es auch nur eine Minute, ist sie pünktlich.

So saßen wir zu dritt in einem netten Flughafenrestaurant und fuhren am frühen Morgen mit dem ersten Zug nach Köln bzw. nach Berlin. Ich kam gegen halb sieben zu Hause an, duschte, frühstückte und ging zur Arbeit.

Epilog

Mein erster Aufenthalt in Südamerika war äußerst intensiv. Die Rundreise hatte ein volles Programm. Die Woche Galapagos im Anschluss tat sehr gut. Peru bot viel Abwechslung. Nachdem ich mich an die Höhe gewöhnt hatte, konnte ich es auch in vollem Umfang genießen. Der Veranstalter gab sich wirklich Mühe und durch die Besuche bei Sozialprojekten, bei lokalen Bauern und im örtlichen Büro bekamen wir tiefe Einblicke in das Land und die Lebensweise.

Galapagos ist ein Paradies. Diese Mischung aus einzigartiger Fauna und dem Flair von Urlaubsinseln ist einmalig und erlebenswert. Da wir auf Grund eines Kommunikationsfehlers diesen eigenwilligen Mix aus Hotelaufenthalt und Segeltörn hatten, haben wir vieles gesehen. Sowohl die Naturschutzgebiete als auch das Leben der Menschen auf den Galapagos. Im Nachhinein würde ich einen solchen Mix durchaus empfehlen.

Die Iberia hinterließ einen faden Beigeschmack bei uns. Für den Hinflug konnten sie nichts. Beim Rückflug zogen sie aber etliche Register der Inkompetenz. Pünktlichkeit wird bei ihnen überhaupt nicht gewertet. Die Dame am Schalter in Guayaquil schaffte es nicht, unsere Anschlussflüge in Madrid auf Berlin oder Düsseldorf umzubuchen. Freundlichkeit war selbst in der Business Klasse sehr sparsam. Wäre das Upgrade nicht gewesen, würde ich hier meinen Frust weiter freien Lauf lassen.

Trotz der Widrigkeiten was den Transport anging, war es ein sehr schöner und vor allem abwechslungs- und erlebnisreicher Urlaub. Jedem, der gern auch noch Jahre später von Urlaubserlebnissen zehren möchte, kann ich die Kombination Peru-Galapagos ans Herz legen. Ob ich nochmals nach Südamerika fahren werde, weiss ich noch nicht. Allerdings ist mein Interesse jetzt durchaus geweckt.