Zwei Wochen Inkas und eine Woche Löwen und Godzilla

oder: Falscher Start und viel Abwechslung in Südamerika

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Lima

Pünktlich um sechs Uhr morgens landeten wir in Lima. Unserer Reiseleiterin Yeymy hatte noch nichts von unserem ersten Abenteuer erfahren und so war niemand auf dem Flughafen um uns in Empfang zu nehmen. Ich rief im Hotel an und ließ mich zu Yeymy durchstellen: "Yeymy, wir sind da." - "Prima, ich bin noch in der Dusche, komme aber gleich runter." - "Nicht im Hotel - auf dem Flughafen!" - "Oh!"

Wir nahmen uns ein Taxi, fuhren zum Hotel, wo eine erleichtert dreinblickende Yeymy uns erwartete. Wir bekamen noch alle unsere Zimmerschlüssel, um uns nach dem 32 Stunden-Trip zu erfrischen. Auf dem Zimmer wurde ich von einer überraschten Sandra begrüßt, die natürlich auch nicht wusste, ob und wann ich auftauchen würde. Nach einer Dusche und Kleiderwechsel gingen wir zum Frühstück, wo bereits der österreichische Teil unserer Reisegruppe saß. Ihr Flug kam mit nur 3 Stunden Verspätung am Vorabend an. Nun waren wir komplett: 13 Touristen bereit für neue Abenteuer.


Das erste wartete auf uns in Form eines Geldwechslers, der uns erstmal eine halbe Stunde warten ließ. Als er mit seinem Hochsicherheits-Mofa um die Ecke bog, die Geldtasche leger um sich geschlungen, war mir klar - so gefährlich kann Peru nicht sein.

Beim Rundgang durch die peruanische Hauptstadt besichtigten wir eine große Kathedrale und ein Kloster, welches in den Katakomben mit vielen Knochen eine gespenstische Atmosphäre bot. Danach besichtigten wir einen großen Supermarkt, der mit vielen kalten Getränken aufwartete.

Das Mittagessen nahmen wir am Strand. Da es Sonntag war, war selbiger sehr voll und viele badeten im ziemlich kalten Wasser. Wir aßen unser mitgebrachtes Hähnchen, tranken kühles Bier und sahen dem bunten Strandtreiben zu.

Das Bier und der wenige Schlaf auf der Reise trugen dazu bei, dass ich vom Weg nach Pisco nicht viel mitbekam. Unser erstes Ziel war Paracas. Dort wartete ein sehr schönes Hotel am Strand auf uns. Ein kleiner Abendsnack und der erste Pisco Sour - das peruanische Nationalgetränk schlechthin (welches aber auch die Chilenen als solches für sich beanspruchen) - trennten mich noch von meinem Bett und dem fast komagleichen Schlaf.