Zwei Wochen Inkas und eine Woche Löwen und Godzilla

oder: Falscher Start und viel Abwechslung in Südamerika

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Pazifikküste

An der Küste liegt eine kleine Inselgruppe, die Ballestras. Die wollten wir besuchen. Zunächst fuhren wir an El Candelabro vorbei. Das ist eine 180m lange und 70m breite Geoglyphe, die wir sehr schön vom Boot aus sehen konnten und um die sich einige Rätsel ranken. Stellt dies nun einen Kandelaberkaktus dar, der einstigen Bewohnern der Region wegen halluzinogener Wirkstoffe als heilig galt? Oder diente es Fischern als Orientierungspunkt? Oder wurde er von lokalen Witzbolden Anfang des 19. Jahrhunderts in den Sand gescharrt? Oder von ausserirdischen Witzbolden? Man weiss es nicht.

Aus Scheisse Geld machen - wer würde das nicht gern. Dieser in der Tat unappetitliche Satz beschreibt recht gut, wie die Inseln zum Teil genutzt werden. Auf der einen Seite werden Touristen in kleinen Booten zum Bestaunen der Fauna hingelockt, auf der anderen Seite werden die Hinterlassenschaften der abertausend Seevögel abgebaut und zu Blumendünger gemacht. Wir waren Teil der ersten Nutzungsform, zum Glück.

Die Klippen waren voll mit Seevögeln, an den flacheren Meereszugängen lagen hunderte Seelöwen. Wohin man auch blickte, ins Wasser, auf die Inseln, in die Luft - überall waren Tiere in großen Mengen.

Die Küste in der Gegend bot uns neben der interessanten Fauna aber auch beindruckende Felsformationen, die wir besichtigten. Danach konzentrierten wir uns wieder auf die Fauna in Form von gebratenen Fisch in einer kleinen Gaststätte.

Es ging weiter zu einer Pisco-Brennerei. Dort zeigte uns eine nette Dame, wie Weintrauben mit hunderten Wespen dazwischen zu Saft gepresst werden und dieser zu dem peruanischen Nationalgetränk gebrannt wird. Einige unserer Mitreisenden und selbst Hobbybrenner hatten gleich ein paar Verbesserungsvorschläge, auf die die Dame allerdings nicht einging.

Nachdem wir in unser Hotel eingecheckt hatten, stiegen wir auf Buggies und ließen uns durch eine gewaltige Dünenlandschaft fahren. Düne rauf, Düne runter, zunächst mit dem Buggy, später auch noch mit dem Sandboard. Bei letzterem beließen wir es beim Düne runter und ließen uns mit dem Buggy wieder hochfahren. Den tollen Sonnenuntergang genossen wir bei einer längeren Reifenpanne, wobei ein Vorderrad gewechselt werden musste.